Kasse
Barzahlung in der Werkstatt: Brauchst du eine TSE?
„Der Kunde zahlt bar, ich schreib’s auf einen Zettel“ — so lief es jahrzehntelang in vielen Werkstätten. Seit der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) und § 146a der Abgabenordnung ist das Thema Bargeld allerdings streng geregelt. Hier ist, was für dich als Werkstatt wirklich gilt.
Die Grundregel
Sobald du ein elektronisches Kassensystem nutzt — also eine Software oder ein Gerät, das Barzahlungen erfasst — muss jede einzelne Transaktion durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) signiert werden.
Die TSE sorgt dafür, dass keine Barzahlung nachträglich gelöscht oder verändert werden kann. Jede Transaktion bekommt eine fälschungssichere Signatur mit fortlaufendem Zähler — Manipulation fällt bei einer Prüfung sofort auf.
„Dann nehme ich halt gar kein Kassensystem“ — die offene Ladenkasse
Theoretisch darfst du eine offene Ladenkasse führen (Geldkassette + händisches Kassenbuch + täglicher Kassenbericht). Praktisch ist das die schlechteste Option: Du musst jeden Abend den Bestand zählen, alles von Hand dokumentieren, und bei Prüfungen schauen die Finanzämter bei offenen Ladenkassen besonders genau hin — gerade in bargeldintensiven Branchen wie dem Kfz-Gewerbe. Ein Zählfehler oder ein vergessener Bon, und deine komplette Kassenführung steht infrage.
Was sonst noch dazugehört
Belegausgabepflicht
Zu jeder Barzahlung über ein Kassensystem musst du dem Kunden einen Beleg anbieten — mit den TSE-Pflichtangaben darauf (Seriennummer, Transaktionsnummer, Signatur, Zeitstempel).
Kassenmeldepflicht
Elektronische Kassensysteme müssen dem Finanzamt über ELSTER gemeldet werden („Mitteilungsverfahren nach § 146a Abs. 4 AO“). Das machst du einmalig selbst bzw. über deinen Steuerberater — dein Softwareanbieter liefert dir die nötigen Angaben (TSE-Seriennummer etc.).
Kassenbuch
Alle Bareinnahmen und -ausgaben gehören chronologisch ins Kassenbuch — auch das schaut sich jeder Prüfer an.
Muss ich jetzt Hardware kaufen?
Früher hieß TSE: ein USB-Stick oder eine SD-Karte im Kassenterminal, die nach ein paar Jahren abläuft und ersetzt werden muss. Heute gibt es Cloud-TSEs — zertifizierte Sicherheitseinrichtungen, die im Rechenzentrum laufen. Keine Hardware, kein Tausch, keine Wartung.
Noch einfacher wird es, je weniger Bargeld durch deine Hände geht. Mit Autrust kassierst du per Karte direkt am iPhone („Tap to Pay auf dem iPhone“, es gelten Bedingungen) oder stellst eine Rechnung zur Überweisung — für diese unbaren Zahlungen ist keine TSE nötig. Autrust selbst ist bewusst keine Kasse für Bargeld: Bareinnahmen erfasst du weiter in deiner bestehenden Kasse oder offenen Ladenkasse.
Weniger Bargeld, weniger Aufwand
Mit Autrust kassierst du per Karte direkt am iPhone — ohne Kartenterminal, Rechnung inklusive. Jetzt im App Store — erster Monat kostenlos, danach 49,99 € statt 99 €.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine steuerliche Beratung. Sprich im Zweifel mit deinem Steuerberater.